Annette Gentz

John Kameel Farah

© Leonie Hochrein

Biografie

John Kameel Farah führt seine Musik meist unter simultaner Verwendung von Klavier, Computer, Synthesizern und Elektronik auf. Seine Stücke sind Hybride aus Improvisation, Komposition und elektronischer Musik - beeinflusst durch Elemente früher und barocker Tastenmusik, Musik aus dem Nahen Osten, elektronischer Tanzmusik und elektro- akustischen Klängen.
 
Farah ist Preisträger des K.M. Hunter Artist Awards for Music 2011 und tritt regelmäßig in Toronto und Berlin auf. Internationale Tourneen führten ihn u.a. durch Europa, die USA, den Nahen Osten, Brasilien, Mexiko und Südkorea.
 
John Kameel Farah hat an der Universität in Toronto Komposition und Klavier studiert und wurde dort zweifach mit dem Glenn Gould Composition Award ausgezeichnet. 1998 führte er die gesamten Solo Klavierwerke Arnold Schönbergs auf. Im Jahr darauf erhielt er Privatunterricht bei Terry Riley in Kalifornien.
 
2013 begann für Farah die Zusammenarbeit mit der kanadischen Tanzkompanie von Peggy Baker, die mit Kompositionen zu ihren letzten choreographischen Arbeiten Locus Plot (2015) und Phase Space (2016) fortgesetzt wurde. 2014 erschien John Kameel Farahs Soloalbum Between Carthage and Rome. Im selben Jahr erhielt Farah den ersten Auftrag eines Composer in Residence von SoundMakers, einer neu ins Leben gerufenen Online-Plattform der in Toronto ansässigen Vereinigung Soundstreams.

Mit Time Sketches veröffentlichte John Kameel Farah sein erstes Album bei Neue Meister im Frühjahr 2017.

Diskografie

Time Sketches, 2017
Neue Meister

Strands: solo piano improvisations, 2015
Digital Album

Between Carthage and Rome, 2014
12 new works for piano and electronics
 
Distances EP, 2012
Two tracks by Farah, incl. remixes by Canadian composers
(Online MP3 download available)
 
Pieces from the Earth, 2011
Full-length CD of compositions and improvisations for two pianos with Toronto pianist Attila Fias
(Independent)

Songspin (Juice Vocal Ensemble), 2011
Remix compilation incl. Farah's “Of the Snow”, for Juice Vocal Ensemble
(Naxos/ NonClassical Recordings, UK)
 
Audible Approaches for a Better Place, 2011
Compilation feat. Farah's “Mountain Hymn”
(C-Sides Label, DE)
 
Unfolding, 2009
10 pieces for solo piano, rhodes and electronics
(Dross:tik Records, CA)
 
Creation, 2008
20-track compilation for electronics, piano and harpsichord
(Independent)
 
Musicworks 88, 2004
Compilation feat. Farah’s composition “Bas Relief” with Musicworks Issue #88 (Musicworks, CA)

Powerbuch: Live at the Distillery Jazz Festival, 2003
Quartet feat. Glenn Hall, sax; Gordon Allen, trumpet; John Farah, piano and Dave Clarke, drums
(Independent)

Film

Gravitas, 2006
Animierte Bilder der Galaxie des Astrophysikers John Dubinski,
vertont von John Kameel Farah

Tanz

Phase Space, 2016
Peggy Baker Dance Projects
Betty Oliphant Theatre Toronto

Locus Plot, 2015
Peggy Baker Dance Projects
50 min. Auftragskomposition
Betty Oliphant Theatre Toronto

Piano / Quartet, 2013
Peggy Baker Dance Projects
National Arts Center Ottawa, Kanada
 
Stereophonic, 2013
Choreographie: Peggy Baker
Betty Oliphant Theatre in der National Ballet School Toronto, Kanada
 
MotionMusic, 2013
Choreographie: Peggy Baker
Canadian Opera Company Toronto, Kanada
 
Der Vogelmenschen Regenseele, 2012
Choreographie: Lars Scheibner
Zionskirche Berlin
 
Fast Time / Slow Time, 2008
Choreographie: Jihye Lee
Jinju, South Korea
 
Body Geometry, 2001
Choreographie: Julia Sasso
Theatre Centre Toronto

ALBUM RELEASE


JOHN KAMEEL FARAH - TIME SKETCHES



Barocker Kontrapunkt, arabische Rhythmen und Melodien, freie Improvisation, Ambient Minimalism und sämtliche Formen elektronischer Tanzmusik – all dies sind Quellen aus denen der Pianist und Komponist John Kameel Farah für seinen kompositorischen Ansatz schöpft, der als „Maximalismus“ bezeichnet werden könnte. Als virtuoser Pianist und elektronischer Produzent schichtet Farah Klänge und Rhythmen zu jenseitig anmutenden orchestralen Klanggebäuden. Das Album Time Sketches, eher sinfonischer Zyklus in zehn Sätzen als eine Ansammlung von Stücken, kulminiert in der Komposition Fantasia, die sich stilistisch über mehrere Jahrhunderte erstreckt. Farah verwendet Piano und eine Reihe von Synthesizern und Elektronik simultan und repräsentiert eine neue Generation nordamerikanischer Komponisten, deren expressiver Stil das Nebeneinander von Narration, Abstraktion und Komplexität nicht ausschließt.

Die Produktion von Time Sketches war ein großes Experiment für Farah. Das Album kreist um das 12-minütige Stück Fantasia, ursprünglich als Auftragswerk der Western Front Society in Vancouver geschrieben. Für Neue Meister hat Farah das Werk neu bearbeitet und innerhalb von lediglich einem Monat auch die weiteren neun Albumstücke geschrieben und aufgenommen (ein Prozess, für den er normalerweise Jahre benötigen würde). Jede Komposition wird im Booklet von einer Tuschezeichnung Farahs begleitet.

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