Florian Tessloff

© Thies Rätzke

Biografie

Nach seiner Klavierausbildung am Hamburger Konservatorium studierte Florian Tessloff am Berklee College of Music in Boston Jazzpiano und Komposition, wo er zur Filmmusik fand und kurz darauf in Los Angeles als Arrangeur, Studiomusiker und Komponist an Filmen wie The Cooler (R: Wayne Kramer), Don’t Say a Word (R: Gary Fleder), The Majestic (R: Frank Darabont) und K 19 – The Widowmaker (R: Kathryn Bigelow) arbeitete. Ebenfalls in diese Zeit fiel seine Zusammenarbeit mit dem oscarnominierten Komponisten Mark Isham.

2004 kehrte Tessloff nach Deutschland zurück und arbeitete u.a. mit Matti Geschonneck, Uli Edel und Bernd Eichinger, für dessen oscarnominierten Film Der Baader Meinhof Komplex er 2008 gemeinsam mit Peter Hinderthür die Musik schrieb.

2011 und 2012 komponierte Tessloff den Score für Matti Geschonnecks Liebesjahre und Das Ende einer Nacht, die u.a. mit dem Grimme-Preis, der Goldenen Kamera und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurden. Ebenfalls 2011 vertonte er Max Zähles Regiedebut Raju, das in der Kategorie Bester Kurzfilm für einen Oscar nominiert war.

Als Arrangeur, Orchestrator und Produzent arbeitete Florian Tessloff mit Komponisten wie Danny Elfman und David Newman u.a. an den Filmen Tarzan 3D und The Unknown Known zusammen.

Zu seinen jüngsten Filmkompositionen zählen die Vertonungen des Thrillers Tian – Das Geheimnis der Schmuckstraße (R: Damian Schipporeit), des Tatorts Zeit der Frösche (R: Markus Imboden), sowie die Musik zur TV Miniserie Brüder von Züli Aladag.

Florian Tessloff lebt und arbeitet in Hamburg. 2016 wurde er mit dem Deutschen Musikautorenpreis ausgezeichnet.

Film

Tatort – Zeit der Frösche, 2018
Regie: Markus Imboden
TV

Taunuskrimi – Im Wald, 2018
Regie: Marcus O. Rosenmüller
TV-Zweiteiler

Solo für Weiss, 2018
Regie: Maria von Heland
TV

Brüder – Die Geschichte eines deutschen IS-Kriegers, 2017
Regie: Züli Aladag
TV Zweiteiler
Deutscher Fernsehpreis
Goldene Kamera

Der Kommissar und das Kind, 2017
Regie: Andreas Senn
TV

TIAN – Das Geheimnis der Schmuckstraße, 2017
Regie: Damian Schipporeit
Kinofilm

Wellness für Paare, 2016
Regie: Jan Georg Schütte

Mikelis, 2016
Regie: Marc Bethke

Taxi, 2015
Regie: Kerstin Ahrlichs
Kinospielfilm
Musik ko-komponiert mit Michel van Dyke        

Heute bin ich blond, 2013
Regie: Marc Rothemund
Kinospielfilm
additional music     

Totenengel, 2013
Regie: Matti Geschonneck
TV

Kunduz – The Incident at Hadji Ghafur, 2012
Regie: Stefan Gieren
Kinospielfilm

Eine Frau verschwindet, 2012
Regie: Matti Geschonneck
TV

Das Ende einer Nacht, 2012
Regie: Matti Geschonneck
TV
Grimme Preis, Goldene Kamera, Deutscher Fernsehfilmpreis

Raju, 2012
Regie: Max Zähle
Oscarnominierung 2012 Live Action Short

Liebesjahre, 2011
Regie: Matti Geschonneck
TV
Adolf Grimme Preis, Goldene Kamera

Boxhagener Platz, 2010
Regie: Matti Geschonneck
Kinospielfilm

Entführt, 2009
Regie: Matti Geschonneck
TV-Zweiteiler
Goldene Kamera 2010, Nominierung Adolf Grimme Preis

Jasper und das Limonadenkomplott, 2009
Regie: Eckart Fingberg
Kinospielfilm

Der Baader Meinhof Komplex, 2008
Regie: Uli Edel

Musik ko-komponiert mit Peter Hinderthür
Kinospielfilm
Oscarnominierung Bester Fremdsprachiger Film, Nominierungen BAFTA und Europäischer Filmpreis

© SWR/Julia Terjung

FILMKOMPOSITION

TATORT - ZEIT DER FRÖSCHE

Regie: Markus Imboden
Musik: Florian Tessloff

Zweiter Einsatz für Heike Makatsch als Tatort-Kommissarin Ellen Berlinger. In Mainz, wo Ellen inzwischen lebt, arbeitet sie mit ihrem Kollegen Martin Rascher zusammen. Ein gutes Team, auch wenn Martin sich manchmal über Ellens Forschheit wundert. Ellen hingegen findet Martin zeitweise zu sensibel und besessen von alten Fällen. In Zeit der Frösche beschäftigt sie ein verschwundener Teenager, eine Lösegeldforderung, eine unaufgeklärte Mordserie – und die Frage, ob dies alles zusammenhängt. Die Frage spitzt sich zu, als Ellen fürchtet, dass der Sohn ihrer Cousine verschwunden ist.

Erstausstrahlung: 2. April 2018, ARD


FILMKOMPOSITION

BRÜDER - DIE GESCHICHTE EINES DEUTSCHEN IS-KRIEGERS

Regie: Züli Aladag
Musik: Florian Tessloff & Matthias Weber

Die Freunde Jan und Tariq teilen sich eine Wohnung in Stuttgart. Während sich Student Jan auf einer Sinnsuche befindet und sich immer mehr dem radikalsalafistischen Islamprediger Abadin Hasanovic annähert, bemüht sich Tariq um eine Stelle als Assistenzarzt und versucht, seine aus Syrien geflüchtete Familie nach Deutschland zu holen. Jan will Tariq dabei helfen und bringt Hasanovic dazu, ihnen gegen Geld eine Reise durch das vom sogenannten Islamischen Staat kontrollierte Kriegsgebiet nördlich von Aleppo zu ermöglichen. Ohne es zu ahnen, zieht Jan dadurch die Aufmerksamkeit von Terrorfahndern des Landeskriminalamtes auf Tariq und sich. In der Folge wird Tariq als Informant angeworben. Er soll die salafistische Szene um Hasanovic und schließlich auch Jan beobachten. Unter diesen Vorzeichen brechen die Freunde nach Syrien auf. Es beginnt eine Reise, die ihr Leben für immer verändern wird.