Hildur Guðnadóttir

© Rune Kongsro

Biografie

Hildur Ingveldardóttir Guðnadóttir schreibt Musik für Tanz, Theater, Film, Performances, Kammerorchester, Gesang und elektronische Musik. Ein wiederkehrendes Thema ihrer Arbeit ist das Klangspektrum der Natur sowie die Bewegung von Klängen im Raum. 

Hildur Guðnadóttir studierte Cello an der Reykjavík Music Academy und Neue Medien an der Iceland Academy of the Arts und der Universität der Künste Berlin. Sie ist bekannt durch ihre Zusammenarbeit mit der isländischen Band múm and Gastauftritte mit Pan Sonic – einem finnischem Elektronikmusikprojekt, mit dem sie später das Album Cathodephase aufnahm. Die Liste der Kollaborationen ist groß: Sie umfasst Kooperationen mit der Band Angel, dem Künstler und Performer BJ Nilsen, mit Skúli Sverrisson, Hilmar Jensson, dem Hafler Trio, Jóhann Jóhannsson und der britischen Avantgarde-Legende David Sylvian.

Hildur Guðnadóttir ist Mitglied des in Reykjavík angesiedelten “think tank”, Rekordlabels und Kunstkollektivs Kitchen Motors. Sie tritt zudem regelmässig mit der Nix Noltes Big Band auf – einem Kollektiv aus 7 bis 10 rotierenden isländischen Musikern, die traditionelle bulgarische und griechische Tanzmusik spielen. Zu ihren experimentelleren Arbeiten zählen sich visuelle und Klang-Installationen, darunter der Soundtrack zu Derek Jarman's Film "In The Shadow of The Sun”, den sie gemeinsam mit Throbbing Gristle schrieb.

 

 

Film

Soldado, 2017
Regie: Stefano Sollima

Mary Magdalene, 2017
Regie: Garth Davis

Tom of Finland, 2017
Regie: Dome Karukoski

The Beautiful Lady Without Mercy, 2017
Regie: Gianluigi Carella

Strong Island, 2017
Regie: Yance Ford

The Oath, 2016
Regie: Baltasar Kormákur

Trapped, 2015/16
Regie: Baltasar Kormákur
Musik für 10 Episoden
Ko-Komponisten: Jóhann Jóhannsson, Rutger Hoedemaekers

End of Summer, 2014
Regie: Jóhann Jóhannsson

Jin, 2013
Regie: Reha Erdem

Pandora's Box (1929), 2012
Regie: Georg Wilhelm Pabst

A Hijacking, 2012
Regie: Tobias Lindholm

The Bleeding, 2011
Regie: Philip Gelatt

The Gift, 2006
Regie: Markus Wambsganss
 
Another, 2005
Regie: Helena Jónsdóttir
 
Jón Bóndi, 2004
Regie: Una Lorenzen
 
Der Besuch, 2004
Regie: Vicky Cohn

FILMMUSIK

SOLDADO

Regie: Stefano Sollima
Musik: Hildur Gudnadottir

Der erfolgreiche Drogenkriegs-Thriller von Denis Villeneuve findet eine Fortsetzung in Stefano Sollimas Soldado. Mit Benicio del Toro, Josh Brolin und Catherine Keener, vertont von Hildur Guðnadóttir.

Kinostart: Juni 2018 (UK / USA)

AUSZEICHNUNG FÜR FILMMUSIK

TRAPPED

Komposition: Jóhann Jóhannsson, Rutger Hoedemaekers, Hildur Gudnadottir

Seydisfjordur im Winter. Das malerische Dorf liegt an einem tiefen Fjord an der nordöstlichen Küste Islands. Als dort eine dänische Fähre im Hafen anlegt, wird zeitgleich eine grausam zerstückelte Leiche in Ufernähe entdeckt. Der verschlafene Ort gerät durch dieses Ereignis völlig aus den Fugen, sofort will die Polizei aus Reykjavik zur Aufklärung des Falles anreisen. Doch ein gewaltiger Schneesturm schneidet das Fischerdorf von der Außenwelt ab. So ist der erfahrene, aus Reykjavik strafversetzte Kommissar Andri gezwungen, den Mörder alleine zu fassen. Dabei lüftet er ein tief verborgenes Geheimnis des Dorfes.

Gemeinsam mit Jóhann Jóhannsson und Rutger Hoedemaekers erhielt Hildur Gudnadottir den Isländischen Filmpreis Edda für die Musik zu Baltasar Kormákurs Serie Trapped, die vom ZDF koproduziert wurde und deren erste Episode ihre Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival erlebte.

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