Johannes Repka

© Noro Knap

Biografie

Seit seinem Soundtrack für David Wnendts Film Kriegerin ist Johannes Repka einem großen Publikum bekannt. Er arbeitete u.a. mit Carsten Fiebeler, Vivian Naefe, Axel Ranisch und wiederholt mit Štepán Altrichter zusammen. Für die Musik zu Altrichters Film Schmitke erhielt Repka den Tschechischen Filmpreis 2016. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehört die Vertonung von Erik Schmitts Film Berlin Metanoia, der seine Weltpremiere auf der Berlinale 2016 erlebte sowie Andreas Dresens Verfilmung des Kinderbuchklassikers Timm Thaler, der im Februar 2017 in die deutschen Kinos kam. Für die Musik zu Timm Thaler wurde Johannes Repka in der Kategorie Beste Filmmusik für den Deutschen Filmpreis 2017 nominiert.

Repka studierte in Mannheim und Weimar Gitarre und Komposition, nebenbei spielte er in verschiedenen Bands und Ensembles. Sein Abschlusswerk Metanoia wurde 2005 mit großer Orchesterbesetzung live aufgeführt und bei Konnex Records veröffentlicht. Es folgte ein Studium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, das er als Diplom-Filmkomponist beendete.

Seitdem schrieb Repka die Musik für mehr als 20 Filme, darunter die internationale Kinoproduktion Rückkehr der Störche, die 2008 als slowakischer Beitrag für den Oscar nominiert wurde. 2011 wurde er mit dem Franz-Grothe-Preis für den besten Nachwuchsfilmkomponisten geehrt, 2015 mit dem Preis für die Beste Musik- und Tongestaltung des Filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus erhielt er Nominierungen für den Deutschen Filmmusikpreis sowie für den Peer Raben Music Award.

Neben seiner Arbeit an Kino- und TV Produktionen sowie für das Theater wechselt Johannes Repka aus Leidenschaft auch in die Rolle des Gitarristen und Orchestrators – u.a. arbeitete er mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg. Johannes Repka lebt und arbeitet in Potsdam.



Film

KINO

Hanni & Nanni: Mehr als beste Freunde, 2017
Regie: Isabell Šuba

Timm Thaler, 2016
Regie: Andreas Dresen
Nominierung für den Deutschen Filmpreis 2017 in der Kategorie Beste Filmmusik

Seitenwechsel, 2015
Regie: Vivian Naefe

Schmitke, 2014
Regie: Štepán Altrichter
Tschechischer Filmpreis 2016 für die Beste Musik

With Love from Madagascar, 2013
Regie: K. Prühl/ K. Harden
Adventure Doku

Kriegerin, 2010
Regie: David Wnendt
3x LOLA - Deutscher Filmpreis 2012

Did Michael Knight end the cold war?, 2009
Regie: Štepán Altrichter

Glioblastom, 2008
Regie: Axel Ranisch
Up and Coming 2009; Achtung Berlin 2009

The Return of the Storks, 2007
Regie: Martin Repka
National Nominee Oscar Academy Awards 2008

 

TV

Alibi Agentur, 2014
Regie: Erik Schmitt
ZDF TV-Pilot

Die kleine Meerjungfrau, 2013
Regie: Irina Popow
ZDF Märchenfilm

Hannah und Einer von uns, 2012
Regie: Carsten Fiebeler
KIKA, Krimi

Aleyna - Little Miss Neukölln, 2010
Regie: Štepán Altrichter
KIKA, Doku

Versteckspiele, 2008
Regie: Martin Repka
ČTV Drama

Kleine Lichter, 2007
Regie: David Wnendt
ARTE Drama 

 

KURZFILME

Berlin Metanoia, 2015
Regie: Erik Schmitt
Berlinale 2016

Wenn Spatzen schmatzen, 2015
Regie: Elisa Klement

L-Liebe, 2014
Regie: Tanja Bubbel
Gewinner Backup Festival Weimar

Forever Over, 2014
Regie: Erik Schmitt
Audience Award Corto Circuito Santiago de Compostela
Jurypreis und Publikumspreis Wettbewerb Kurzfilmfestival Köln

Telekommando, 2014
Regie: Erik Schmitt
Cannes 2014

Topper gibt nicht auf, 2010
Regie: Félix Koch
3D-Fiction

Ravioli Ritter, 2009
Regie: Félix Koch
Abenteuerkomödie

Die kleine dicke Meernixe, 2008
Regie: Axel Ranisch
Trailer

Chicken Wings, 2008
Regie: Pauline Kortmann
Preis: Goldener Spatz Erfurt

Das letzte Mahl, 2000
Regie: Martin Repka
ARTE; Nominierung internationale Filmmusik Biennale Bonn 2001




FILMKOMPOSITION

TIMM THALER

Regie: Andreas Dresen
Musik: Johannes Repka

Timm Thaler (Arved Friese) hat seinen Vater verloren und lebt nun als Waisenkind bei seiner Stiefmutter und seinem Stiefbruder ein eher trauriges Leben. Nur auf der Pferderennbahn kann er die glücklichen Erinnerungen an seine eigene Familie wieder aufleben lassen. Dort passiert es dann auch, dass er eines Tages dem geheimnisvollen Baron Lefuet (Justus von Dohnányi) begegnet.

Der Fremde bietet Timm Thaler einen unglaublichen Tauschhandel an: Er verspricht dem Jungen, dass er fortan jede Wette gewinnen wird, wenn er ihm sein Lachen verkauft. Timm unterschreibt den Vertrag und erkennt schnell, dass der Baron die Wahrheit gesagt hat: Er kann nun keine Wette mehr verlieren und kommt auf diese Weise schnell zu viel Geld. Doch erst jetzt, als er nicht mehr lachen kann, bemerkt der Junge, wie wichtig ihm und seiner Umwelt dieser Ausdruck von Freude bisher war.

Für die Filmmusik zu Andreas Dresens Neuverfilmung des 1962 erschienenen Klassikers von James Krüss erhielt Johannes Repka eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis 2017.

 

FILMKOMPOSITION

HANNI UND NANNI: MEHR ALS BESTE FREUNDE

Regie: Isabell Šuba
Musik: Johannes Repka

Die Vorstellung, den Rest des Schuljahres im Internat zu verbringen statt daheim in Berlin, finden die Zwillinge Hanni (Laila Meinecke) und Nanni (Rosa Meinecke) mehr als uncool. Aber ihre Mutter Susanne (Jessica Schwarz) bleibt hart: Sie selbst ist beruflich unterwegs, und wenn Hanni und Nannis Vater Charlie (Sascha Vollmer) allein auf die Zwillinge aufpassen muss, kommt nur Chaos dabei heraus. Die Zwillinge beschließen, so viel Unsinn wie möglich anzustellen, damit sie noch innerhalb der Probezeit wieder von der Schule fliegen. Doch dann findet Nanni unter den Reitschülerinnen neue Freunde und im Pferd Pegasus eine Aufgabe, während Hanni weiter an ihrem Rausschmiss arbeitet. Zum ersten Mal in ihrem Leben, gehen die Zwillinge getrennte Wege. Als Hanni im Wald auf den grummeligen Godehard (Henry Hübchen) mit seinem Hund Lochness trifft, ahnt sie nicht, dass in Godehards Haus der Schlüssel zu dem Geheimnis versteckt ist, das den Lindenhof vor dem drohenden Verkauf bewahren kann...

Kinostart: 25. Mai 2017


SCORE FÜR KURZFILM

BERLIN METANOIA

Regie: Erik Schmitt
Musik: Johannes Repka

In der Stadt ist der Bär los. Während die Bewohner in ihrem absurden Alltag ihrem täglichen Rhythmus nachgehen, befreit sich ein Bär aus seinem Zwinger. Die Stadt reagiert panisch.

Inmitten dieser Panik hat Kore ein ganz anderes Problem. Eine dunkle Vergangenheit verfolgt sie. Schatten, die sie nicht abschütteln kann, sind ihr auf der Spur. Kore hat nur eine Chance, sich aus ihrer zermürbenden Situation zu retten: sie muss sich dem stellen, wovor sie am meisten Angst hat.

Berlin Metanoia erlebte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2016.