Michael Nyman

© Sheila Rock

Biografie

Michael Nyman zählt zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. Einem internationalen Publikum ist er vor allem als Filmkomponist bekannt. Er schrieb die Musik für Jane Campions Oskar-prämierten Film Das Piano, für Volker Schlöndorffs Film Der Unhold, für Andrew Nicols Film Gattaca, für Michael Winterbottoms Film Wonderland sowie für eine Vielzahl der Filme Peter Greenaways, darunter Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber und Der Kontrakt des Zeichners.

Als Musikjournalist prägte Michael Nyman 1968 den Begriff ’Minimal Music’ und war in den 1970er Jahren für kurze Zeit Mitglied in Steve Reichs Ensemble. Es folgten Kooperationen mit Brian Eno und dem legendären Scratch Orchestra, bis Nyman schließlich sein eigenes Ensemble, die Michael Nyman Band gründete.

Neben den Filmkompositionen umfasst Michael Nymans Oeuvre Opern und Konzerte, Literaturvertonungen, Radiofeatures, Soundarbeiten für Videoinstallationen sowie Werke für Tanz- und Musiktheater, die von Kammerensembles, Chören, Orchestern und Solisten weltweit aufgeführt werden.

Film

Film

Der Koch, der Dieb,
seine Frau und ihr Liebhaber, 1989
Regie: Peter Greenaway

Man on Wire, 2009
Regie: James Marsh
Academy Award, Oscar
BAFTA Award
Europäischer Filmpreis
Großer Preis der Jury Sundance

Das Piano, 1993
Regie: Jane Campion
Goldene Palme Cannes
César Filmpreis
Nominierung BAFTA-Awards: Beste Filmmusik
Nominierung Golden Globe und Academy Award, Oscar

Gattaca, 1999
Regie: Andrew Niccol,
Nominierung Golden Globe Filmmusik

Wonderland, 1999
Regie: Michael Winterbottom
Nominierung BAFTA Award und
Goldene Palme Cannes

Der Unhold, 1996
Regie: Volker Schlöndorff
Nominierung Goldener Löwe Venedig

Ravenous – Friss oder stirb, 1999
Regie: Antonia Bird, Score in Kooperation mit Damon Albarn 

Der Kontrakt des Zeichners“, 1982
Regie: Peter Greenaway

Das Ende einer Affäre, 1999
Regie: Neil Jordan,
Anthony Asquith Award für Film Music,
Nominierung Golden Globe und BAFTA Award

Der Mann der Friseuse, 1990
Regie: Patrice Leconte
Nominierung BAFTA Award und César

Never Forever, 2007
Regie: Gina Kim 

Jestem, 2005
Regie: Dorota Kedzierzawaska

The Libertine, 2004
Regie: Laurence Dunmore

Nathalie – Wen liebst du heute Nacht?, 2003
Regie: Anne Fontaine

The Actors, 2003
Regie: Conor McPherson

9 Meses, 9 Díias, 2009
Regie: Oszcar Ramires

24 Stunden aus dem Leben einer Frau, 2002
Regie: Laurent Bouhnik

Das Reich und die Herrlichkeit
Regie: Michael Winterbottom
Nominierung Berlinale 2001 Goldener Bär

An Organization of Dreams, 2009
Regie: Ken McMullen

Nabbies Liebe“, 1999
Regie: Yuji Nakae

Carrington – Liebe bis in den Tod, 1995
Regie: Christopher Hampton

Ein Z und zwei Nullen, 1985
Regie: Peter Greenaway

Enemy Zero, 1996
Regie: Kenji Eno

A la folie, 1994
Regie: Diane Kurys

Mesmer, 1994
Regie: Roger Spottiswoode

Prosperos Bücher, 1991
Regie: Peter Greenaway
Nominierung: Goldener Löwe der Internationalen Filmfestspiele in Venedig

Monsieur Hire, 1989
Regie: Patrice Leconte

Die Verschwörung der Frauen, 1988
Regie: Peter Greenaway

The Falls, 1980
Regie: Peter Greenaway

Vertical Features Remake, 1978
Regie: Peter Greenaway

Stummfilm

Das elfte Jahr, 2010
Dokumentarfilm von 1926
Regie: Dziga Vertov, 55 Minuten

Ein Sechstel der Erde, 2010
Dokumentarfilm von 1926
Regie: Dziga Vertov, 75 Minuten

Kinopravda 21, 2007
Wochenschau von 1925
Regie: Dziga Vertov, 29 Minuten

Der Mann mit der Kamera, 2008
Dokumentarfilm von 1929
Regie: Dziga Vertov, 69 Minuten

À Propos de Nice, 2005
Dokumentarfilm von 1930
Regie: Jean Vigo, 26 Minuten

Manhatta, 2003
Dokumentarfilm von 1921
Regie: Paul Strand und Charles Sheeler, 10 Minuten

Ballet Mécanique, 1983
Filmsymphonie von 1924
Regie: Fernand Leger, 19 Minuten

FILMMUSIK

INGRID BERGMAN - IN HER OWN WORDS (JAG ÄR INGRID)

Regie: Stig Björkman
Musik: Michael Nyman
2015

Die 1982 verstorbene Schwedin Ingrid Bergman, die durch ihre Arbeit mit Regisseuren wie Alfred Hitchcock, Roberto Rossellini und Ingmar Bergman und Schauspielern wie Cary Grant, Humphrey Bogart und Gregory Peck berühmt wurde, wird von den Filmfestspielen Cannes, die in diesem Jahr an das Lebenswerk Bergmans erinnern, als „moderne Ikone, emanzipierte Frau, unerschrockene Schauspielerin und Repräsentantin eines neuen Realismus“ beschrieben.

Der von Michael Nyman vertonte Dokumentarfilm des schwedischen Filmemachers und Autors Stig Björkman (u.a. Les murs blancs, Derrière des volets) feierte seine Weltpremiere im Mai 2015 in Cannes.

Quelle: Mantaray Film, Festival de Cannes

Sound

Visuals

Downloads